Partnerfeuerwehr Löschzug Langerfeld

 

Historischer Rückblick der Langerfelder Wehr

Über 130 Jahre sind eine lange Zeit, in der es so manches "Dönnekes" zu erzählen gibt. Zeitzeugen von unserer Gründung gibt es keine mehr, aber dennoch möchten wir Sie, liebe Leser, in den nächsten Minuten lebendig mit unserer Historie bekannt machen.

Im Jahre 1875 rief der damalige Amtmann von Bock die Bürger in dem damals noch westfälischen Langerfeld auf, der neu zu gründenden Feuerwehr beizutreten. 49 Bürger meldeten sich daraufhin und bildeten die Wehr. Vor dieser Zeit gab es keinen  organisierten Brandschutz. Vielmehr war es die gegenseitige Hilfe der Nachbarn, die immer wieder bei Feuer geprüft wurde. Aus dieser Not heraus entstand also letztlich die Feuerwehr Langerfeld. Natürlich lief der Dienstbetrieb in den Anfängen noch sehr provisorisch ab. Das änderte sich aber schlagartig, als am 1. August 1895 der Grundstein für ein Gerätehaus mit Steigerturm in der Fleute gelegt wurde. Endlich hatte die Mannschaft für sich und ihre Geräte eine vernünftige Unterbringung.

Im Jahre 1900 konnte die Wehr zum 25-jährigen Jubiläum auf Holzmanns Wiese in ein großes Festzelt einladen. 1911 wurden alle Feuerwehren des Bezirkes Langerfeld auf Geheiß des Landrates zu Schwelm zu einem Löschzug zusammengefaßt.  Branddirektor Wilhelm Borcherding übernahm für 22 Jahre die Leitung dieses neuen Löschzuges.

Durch den 1. Weltkrieg ging die Mitgliederzahl drastisch zurück. Einige Kameraden kehrten leider von den Schlachtfeldern nie wieder nach Langerfeld zurück. 1922 wurde Langerfeld auf Beschluß des Preussischen Landtages nach Barmen eingemeindet. Somit gehörte auch die Feuerwehr nunmehr zum Rheinland. Das 50-jährige Bestehen konnte 1925 unter dem neuen Brandmeister Carl Lenzing gefeiert werden. 1933 übernahm dann Hauptbrandmeister Ernst Mardey die Wehr.  In der Zwischenzeit wurden alle Wehren Wuppertals unter das Kommando der Berufsfeuerwehr gestellt. Die Zentralisierung der Hitlerschen Macht machte auch vor den Feuerwehren nicht halt.

1935 feierte man in Langerfeld den Verbandstag der Feuerwehren. 1937 übernahm dann Oberbrandmeister J. Gaßen das Kommando über die Langerfelder Wehr.

Auch in den Wirren des 2. Weltkrieges wurde die Mitgliederstärke immer geringer. Einige Kameraden mussten leider wieder ihr Leben lassen. In den letzten Kriegstagen 1945 mußten die Langerfelder Kameraden zusammen mit der Einheit Wulfeshohl-Ehrenberg mehrtägige Brandeinsätze und Viehbergungen auf dem Ehrenberg durchführen.

Nach dem Krieg folgte auch bei der Langerfelder Wehr ein Neuanfang. Es war eine Zeit, in der sehr viel Erfindergeist und Improvisationstalent erforderlich waren, um einen Dienstbetrieb mit den vorhandenen Mitteln aufrecht zu halten. In den sechziger Jahren wurde dann die Straße "In der Fleute" ausgebaut. Die nunmehr fast 70 Jahre alte Wache wurde Opfer dieser Baumaßnahmen. Allerdings war das weinende Auge schnell wieder getrocknet, denn man bekam in der Wilhelm-Hedtmann-Str. 22 in Langerfeld eine neue Heimat. 1967 übergab Branddirektor Dipl. Ing. Ahrens als Leiter der Feuerwehr Wuppertal das für 120.000,- DM erbaute Gerätehaus, in dem ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 sowie ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 8 Platz fanden.

Auch in den folgenden Jahren heulten in Langerfeld oftmals die Sirenen. Es galt immer wieder Großbrände zu bekämpfen, wie etwa in einem Textilwerk, einer Seifenfabrik oder einer Schreinerei. Auch überörtliche Löschhilfe in der Nachbarstadt Schwelm wurde geleistet.

Die Führung der Langerfelder Feuerwehr wurde 1969 von Oberbrandmeister J. Gaßen an Heinz Gaßen übertragen. 1973 folgte Wilhelm Eckhoff, der wiederum von Ernst August Arndt und anschließend von Alfred Scherken beerbt wurde. Heute führt Brandinspektor Dirk Freudenwald die Geschicke der Einheit.

1975 stand ganz im Zeichen des 100jährigen Jubiläums. Ein großes Fest wurde gefeiert.  Ein weiteres Highlight unserer Geschichte war 1987. Die 7. Jugendfeuerwehr in Wuppertal wurde im Nordosten aus den drei Löscheinheiten Ehrenberg, Langerfeld und Nächstebreck gegründet. Diese drei Stadtteile waren auch letztlich Namensgeber dieser Einheit: ELaN. Mittlerweile ist diese Jugendfeuerwehr so groß geworden, daß Nächstebreck eine eigene gegründet hat. Viele der Gründungsmitglieder von 1987 sind heute noch aktives Mitglied.

Seit Anfang der 90er Jahre wurde das Thema Brandschutzerziehung zunehmend wichtiger. Durch Schulungen der Berufsfeuerwehr übernehmen die Langerfelder Wehrleute mittlerweile selbständig die Brandschutzausbildung in den Langerfelder Kindergärten und Grundschulen. Durch diese Aufklärung konnte mit Sicherheit schon so mancher Brand im Keime erstickt werden.

Im Laufe der Jahre wurde die Ausrüstung immer wieder modernisiert und den neuen Gefährdungspotentialen angeglichen. Nachdem immer nur von der Berufsfeuerwehr gebrauchte Fahrzeuge im Langerfelder Gerätehaus untergebracht waren, wurde 1991 ein fabrikneues Fahrzeug, ein LF 16 von Iveco Magirus, der Einheit übergeben.

Die Kosten für das Fahrzeug in der Standardversion betrugen damals 320.000,-DM. Durch großzügige Sachspenden von Langerfelder Händlern und Betrieben konnten damals weitere notwendige Ausrüstungsgegenstände beschafft werden. Klar, daß die festliche Schlüsselübergabe mit einem großen Tag der offenen Tür und einer Ausstellung auf dem Langerfelder Markt gebührend gefeiert wurden. Neben den bereits angesprochenen LF 16 hat die Langerfelder Wehr auch immer Fahrzeuge vom Katastrophenschutz erhalten. Zunächst waren TLF 8 auf Unimog im Einsatz, später dann die berühmten LF 16-TS als Magirus Eckhauber und dann ein LF 16-TS auf Iveco Magirus. Nach dem diese Ära vorüber war, gab es zunächst ein LF8 und danach ein LF 16 zur Ergänzung.

1997 stand ein weiterer Höhepunkt ins Haus. Das neue Gerätehaus "Am Timpen" wurde bezogen. Es ist nunmehr die dritte Heimat und bietet Platz für Fahrzeuge und Kameraden.

Seit 1998 ist es falsch, nur noch von den Langerfelder Feuerwehrmännern zu sprechen. In diesem Jahr nämlich konnten zwei Feuerwehrfrauen neu in den eigenen  Reihen begrüßt werden.

Das Jahr 2000 stand ganz im Zeichen des 125 jährigen Jubiläums! Am zweiten Wochenende im Oktober gab es einen großen Festakt im Gerätehaus und einen Jubiläumsabend mit Feuerwerk. Der große Festumzug durch Langerfeld zeigte, wie eng die Feuerwehr mit der Bevölkerung verwurzelt ist.

Aber nicht nur ein moderner Fuhrpark ist für eine schlagkräftige Feuerwehr wichtig. Vielmehr sind es die einzelnen Feuerwehrkameraden, die durch unzählige Ausbildungen und Übungen ständig ihre Einsatzbereitschaft erhöhen. Nur mit dem richtigen "Know-How" kann man heutzutage in der hochtechnisierten Welt noch Katastrophen verhindern bzw. bekämpfen. Eine sehr gute Ausbildung und modernes Gerät sind letztlich der Garant dafür, daß die Langerfelder Kameraden von ihren Einsätzen wieder gesund zurückkehren. Genauso ist natürlich auch die Kameradschaft - und das bedeutet mehr als "geselliges Beisammensein" - ein wichtiger Bestandteil im Leben der Feuerwehr.

Steigende Einsatzzahlen (im Jahre 2007 immerhin 226) und ein breites Spektrum  an Einsatzaufgaben erfordern auch heute noch von jedem Feuerwehrmann die ständige Bereitschaft, sich für seine Mitmenschen einzusetzen. Oft müssen persönliche Entbehrungen in Kauf genommen werden. Alle Tätigkeiten, ob Übungsdienste, Ausbildung oder Einsätze, werden unentgeltlich erbracht. Die Anerkennung der Langerfelder Bürger ist der einzige “Lohn” der Arbeit. Aber gerade das zeichnet den Stolz der Einheit aus.

Große Aufgaben werden auch in der Zukunft  zu meistern sein. Wir sind uns aber sicher, daß wir der Tradition unserer Vorfahren entsprechend die Herausforderungen annehmen werden und es auch Morgen noch heißt: "Gott zur Ehr`, dem Nächsten zur Wehr!"

Der Stadtteil Langerfeld und seine Geschichte

Der Name "Langerfeld"

Langerfeld wurde erstmalig 1304 urkundlich erwähnt, dürfte jedoch schon zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert besiedelt worden sein.

Im Jahre 1313 wird ein Gut Grünewald bei "Langervelde" urkundlich erwähnt. Ein Kerstyann (Christian) Langerveld wird 1425 genannt und Goddert Langerfeld (1585-1659) war Bürgermeister in Schwelm (siehe Goddertweg in Langerfeld).

Der Name "Langerfeld" bedeutet "Feld des Landger oder Langer" (Familienname), auch "Landger`s oder Langer`s Feld". Mit dem Grundwort "Feld" wurde ein größeres baumfreies Wiesengelände bezeichnet (so auch Elberfeld, Wupperfeld, Hatzfeld). Von dem Ortsnamen abgeleitet sind die Familiennamen Langefeld, Langenfeld und Langerfeld.

Die Verwaltungsgrenzen des alten Stadtbezirkes Langerfeld verliefen von der Kemna im Süden entlang der Wupper über Rauental zum Grünen Baum, östlich der Klippe in Richtung Höfen zum Beckacker. Im Norden begrenzte Nächstebreck den Langerfelder Bezirk und die östliche Grenze verlief von Jesinghausen über Neuenhof, Steinhauser Berg, Heusiepen zur Kemna. 1922 wurde Langerfeld auf Beschluß des Preußischen Landtages nach Barmen eingemeindet und ging somit von Westfalen zum Rheinland über. Sieben Jahre später wurde Barmen dann wiederum mit Elberfeld zur neuen Stadt Wuppertal vereint. Heutzutage ist Langerfeld ein gewachsener, typischer Ortsteil. Enge Wohnbebauung, teilweise mit Fachwerkhäusern, wechselt sich ab mit Industriebetrieben, Schnellstraßen, Autobahnen und dem Containerterminal der Deutschen Bahn.

Letzter Einsatz

Einsatz Nr. 79/2017 am 01.07.2017:
H : VU mit verl. Person Alarm
Mittenwalde, B246

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