Ausbildungsbericht Januar 2026

Der Januar war ein intensiver Aus- und Fortbildungsmonat. In mehreren Ausbildungsdiensten/ Lehrgängen wurden sowohl theoretische als auch praktische Inhalte vermittelt, um die Einsatzbereitschaft, Sicherheit und Fachkompetenz unserer Einsatzkräfte weiter zu stärken und einheitliche Standards innerhalb des Stadtgebiets zu festigen.

Theoretische Ausbildung am 09.01.2026
Am 09.01.2026 fand ein Ausbildungsdienst mit mehreren theoretischen Schwerpunkten statt. Zum einen erfolgte eine Unterweisung in die Themen Motorkettensägen, Atemschutzgeräte sowie die Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 7. Dabei wurden grundlegende Sicherheitsvorschriften, Einsatzgrundsätze und Bedienungsrichtlinien behandelt. Ziel war es, das Fachwissen der Einsatzkräfte zu vertiefen und die sichere Handhabung der Geräte im Einsatz zu gewährleisten.
Parallel dazu fand im Gerätehaus der Feuerwehr Gallun ein Lehrgang für Maschinisten statt. Thema des Lehrgangs war maschinelle Zugeinrichtungen (Seilwinden). Dieser Dienst umfasste ausschließlich die theoretische Unterweisung. Bereits im Vorfeld absolvierte jeder Teilnehmer eine Online-Vorbereitungsphase im Selbststudium, die vor dem 09.01.2026 abgeschlossen sein musste. Der praktische Teil dieses Lehrgangs wurde für einen späteren Zeitpunkt angesetzt.

UVV-Ausbildung am 15.01. und 22.01.2026
Am 15.01. und 22.01.2026 wurde der Ausbildungsdienst in der Fahrzeughalle Gallun durchgeführt. Inhaltlich stand das Thema Unfallverhütungsvorschriften (UVV) im Mittelpunkt. Erstmals wurde diese Unterweisung gemeinsam für alle Wehren des Stadtgebiets an einem zentralen Standort durchgeführt, um einen einheitlichen Ausbildungsstand sicherzustellen.
Behandelt wurden zahlreiche sicherheitsrelevante Themen. Dazu gehörte die DGUV FBFHB-029 zur Absturzsicherung im Korb einer Drehleiter, bei der das sichere Arbeiten in Höhen sowie die korrekte Sicherung erläutert wurden. Ebenso wurde die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung G26.3 für Atemschutzgeräteträger thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der persönlichen Schutzausrüstung, darunter die PSA für den Brandeinsatz, die PSA für die Wasserrettung („ICE-Commander“) sowie die Schutzausrüstung für Arbeiten mit Motorkettensägen.
Darüber hinaus wurden rechtliche Grundlagen wie die Sonderrechte nach §35 StVO und das Wegerecht nach §38 StVO behandelt. Ergänzend erfolgte eine Einweisung in die Gefahrenmatrix zur Einsatzstellenbeurteilung sowie in die vorgeschriebenen Absperrabstände im Straßenverkehr. Abschließend wurde eine neue Dienstanweisung zu Bild- und Tonaufnahmen während des Einsatzes sowie deren Veröffentlichung vorgestellt. Ziel dieses Ausbildungsdienstes war die Stärkung des Sicherheitsbewusstseins, die Auffrischung rechtlicher Grundlagen und die Vereinheitlichung der Standards im Einsatzdienst.

Neuausrichtung der Führungsstruktur am 20.01.2026
Am 20.01.2026 stand ein Ausbildungsdienst im Zeichen der organisatorischen Weiterentwicklung im Bereich der Einsatzführung. Die bisher getrennten Sachgebiete „Befehlsstelle“ und „ELW“ wurden zu einem neuen Sachgebiet „Führungsunterstützung“ zusammengelegt. Mit dieser Neustrukturierung soll die Einsatzleitung bei größeren und komplexen Einsatzlagen künftig noch gezielter, strukturierter und effizienter unterstützt werden.
Während des Dienstes wurde die neue Struktur ausführlich vorgestellt. Erläutert wurden die zukünftigen Aufgabenbereiche, darunter Lageführung, Einsatzdokumentation, Kommunikation sowie die Koordination von Einsatzkräften und Ressourcen. Zudem wurden geplante interne und externe Ausbildungen und Übungen vorgestellt, um die Abläufe innerhalb der Führungsunterstützung weiter zu festigen und die Zusammenarbeit mit anderen Führungseinheiten zu verbessern.
Der Ausbildungsdienst bot Gelegenheit, offene Fragen zu klären, ein gemeinsames Verständnis für die neuen Strukturen zu schaffen und die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung im Einsatzdienst zu legen.

Erste-Hilfe-Ausbildung am 23.01.2026
Am 23.01.2026 fand der Ausbildungsdienst zum Thema Erste Hilfe statt. Im theoretischen Teil wurde die Rettungskette, die Reanimation sowie die Vitalfunktionen besprochen. Dabei wurde erläutert, wo diese ihren Ursprung haben und wie sie korrekt gemessen und beurteilt werden.
Im anschließenden praktischen Teil wurde die Reanimation an einer Übungspuppe trainiert. Ziel des Ausbildungsdienstes war es, das Wissen in der Ersten Hilfe aufzufrischen und die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte im Notfall zu stärken.

Führungskräfteschulung am 24.01.2026
Am 24.01.2026 fand eine ganztägige Führungskräfteschulung für alle anwesenden Führungskräfte der Feuerwehren der Stadt Mittenwalde statt. Die Ausbildung lief von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr und diente der Vertiefung von Fachwissen und Führungsfähigkeiten im Einsatzdienst.
Im ersten Ausbildungsabschnitt erfolgte eine Schulung durch die Firma Dräger in die Nutzung von CO-Warnern und Mehrgasmessgeräten. Dabei wurden Funktionsweise, Handhabung, Wartung sowie das sichere Messen und Beurteilen gefährlicher Gaskonzentrationen im Einsatz erläutert.
Das zweite Thema befasste sich mit dem kombinierten Außen- und Innenangriff bei der Brandbekämpfung. Besprochen wurden taktische Vorgehensweisen, unter anderem der sogenannte „Fensterimpuls“, bei dem das gezielte Öffnen von Fenstern zur Brandbekämpfung und Rauchableitung behandelt wurde.
Als drittes Thema stand „MP-Feuer“ auf dem Ausbildungsplan. Hierbei ging es unter anderem um das strukturierte Schreiben von Einsatzberichten sowie organisatorische und taktische Aspekte bei besonderen Einsatzlagen. Die Schulung ermöglichte einen intensiven Erfahrungsaustausch und eine einheitliche Ausrichtung der Führungsarbeit im Stadtgebiet.

Praktische Ausbildung Seilwinde am 24.01. und 25.01.2026
Am 24.01. und 25.01.2026 fand der praktische Teil des Lehrgangs maschinelle Zugeinrichtungen statt. Im Mittelpunkt stand der sichere Umgang mit den Seilwinden und die Zeichen gebung.
Am ersten Tag wurde eine sogenannte Würfelübung durchgeführt. Dabei mussten die Teilnehmenden einen PKW mithilfe von zwei Seilwinden zunächst auf die Seite, anschließend auf das Dach, danach auf die andere Seite und zum Schluss wieder auf alle vier Räder bewegen.
Am zweiten Tag wurde ein kleiner Parcours aufgebaut, in dem der PKW ausschließlich mit den Seilwinden durch wiederholtes Umpositionieren der Fahrzeuge manövriert werden musste.
Ziel der gesamten Fortbildung war es, die Bedienung der Seilwinde zu festigen, praktische Erfahrung zu sammeln und den sicheren sowie präzisen Umgang mit der Technik zu perfektionieren.

Fazit
Die Ausbildungsdienste im Januar 2026 umfassten ein breites Spektrum an theoretischen und praktischen Themen – von Gerätekunde und Sicherheitsvorschriften über rechtliche Grundlagen und Führungsstrukturen bis hin zu einsatznahen technischen und medizinischen Übungen. Durch die vielfältigen Schulungen wurde die Fachkompetenz der Einsatzkräfte weiter gestärkt, die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtfeuerwehr gefestigt und ein wichtiger Beitrag zur sicheren und professionellen Einsatzbewältigung geleistet.